Auf und davon – David Arnold




Sprache: Deutsch
Preis: 14,99 €
Seiten: 384
Verlag: Heyne fliegt










Klappentext:
Wer würde nicht gerne einfach mal verschwinden? In den nächsten Bus springen und alles hinter sich lassen? Genau das macht die sechzehnjährige Mim Malone. Es reicht ihr, immer das zu tun, was ihr Vater und seine neue Frau für richtig halten. Sie will wissen, weshalb ihre Mom aus ihrem Leben verschwunden ist. Und ihre Gedanken sollen endlich aufhören, in ihrem Kopf Karussell zu fahren. Also steigt sie einfach in den Greyhound-Bus und haut ab, zu ihrer Mom. Während draußen die Landschaft vorbeifliegt, macht Mim einige unvergessliche Bekanntschaften – die wunderbare Arlene, den unheimlichen Ponchomann und den äußerst attraktiven Beck, an den sie ihr Herz zu verlieren droht ... Doch dann verändert ein tragischer Unfall von einem auf den anderen Augenblick alles. Und Mim muss sich den wirklich entscheidenden Fragen in ihrem Leben stellen.

Zum Autor:
Bevor er zum Schreiben kam, war David Arnold schon Musiker, Produzent, Vorschullehrer und Vollzeit-Dad. Auf und davon ist sein von Presse und Lesern begeistert besprochener Debütroman. Der Autor lebt mit seiner Familie in Lexington, Kentucky.

Meinung:
Auf und Davon – ein tiefgründiges, schönes Buch!
Als ich den Klappentext von „Auf und Davon“ gelesen habe, war mir klar: Das ist ein Buch für mich!
Ich bin sehr froh, dass mich das Buch nicht enttäuscht hat, es hat mich sogar eher noch überrascht.
Es wartete mit einer großen Vielfältigkeit an ernsten Themen, aber auch schönen Themen auf und ist weder zu locker noch zu ernst. Am Beginn des Buch rechnet man gar nicht damit, aber unter anderem werden hier Themen wie Depressionen, falsche Ängste und Entscheidungen, Angst vor dem Anderssein/ Verrücktsein, Menschen mit Down Syndrom aber auch Liebe und Freundschaft, angesprochen. Mim kommt auf ihrer Reise mit Allem irgendwie in Berührung und geht auf ihre eigene Art damit um.
Der Schreibstil ist super faszinierend,  sehr ausschweifend und tiefgründig, aber besonders zu Beginn etwas schwer zu fassen, weil er eben so ungewöhnlich ist und oft von der aktuellen Situation abweicht und Erinnerungen bruchstückchenweise erzählt werde oder Briefe an eine Isabel geschrieben werden. Aber nach und nach gewohnt sich man daran und genießt es sogar.
Mim (übrigens hat ihr ein Name eine besondere Bedeutung, die im Buch auf eine süße Art erzählt wird) ist ein sehr ungewöhnliches und interessantes Mädchen, einerseits ist sie ein normaler Teenager, der für einen Jungen schwärmt, anderseits hat sie eine sehr besondere Sichtweise auf Menschen. Sie denkt oft über die Bedeutung von Namen nach und gibt Menschen mit diesen Namen Charaktereigenschaften, z.B. hat sie eine genaue Vorstellung davon, wie ein Carl sein muss. Zudem gibt sie unter anderem den „Bösewichten“ erfundene Namen, die zu ihnen passen.
Mim kann man gar nicht so gut beschreiben, sie muss man erleben. Natürlich hat sie auch ihre Schwächen, aber sie wird sich diesen bewusst und lernt auch daraus.
Auf ihrer Tour lernt sie viele Menschen kennen, wie die nette alte Dame Arlene und mit ihren Freunden Beck und Walt, zwei wundervolle Weggefährten, erlebt sie Abenteuer, wie eine Flucht aus einer Polizeistation.
Beck und Walt kommen zwar erst zur Mitte des Buches dazu, aber beide auf unterschiedliche Weisen. Zu dritt bilden sie eine tolle Gruppe, die sich gemeinsam unterstützen. Auch wenn Mim eigentlich ein großes Ziel hat, nimmt sie gerne Umwege für Beck und Walt auf sich. Walt ist ein fantastischer Freund, der einfach herzensgut ist und den man einfach in sein Herz schließen muss. Beck mochte ich auch, vor allem, wegen einer Tat, die er kurz vor seinem und Mims Kennenlernen getan hat. Auch ansonsten war er ein guter Kerl.
Die Handlung des Buches war auf jeden Fall durchgehend spannend, es gab immer irgendwelche Aktionen und mir wurde nie langweilig, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Es gab viele abwechslungsreiche Szenen, Orte und Personen, sodass die Geschichte ständig in Bewegung blieb. Einerseits hat man dem Zeitpunkt entgegen gefiebert, an dem Mim ihr Ziel erreicht, aber andererseits wollte man gerne noch, dass die Reise der drei weiter geht.
Das Ende war kein klassisches Happy End, da alles anders kam als erwartet, aber es ist auch nicht traurig, denn es regt einen dazu an, sich selber auszumalen, wie es weiter gehen könnte. Mims Sicht auf manche Dinge haben sich auch zum Ende hin geändert, sodass dieses Ende eben eher unerwartet kam.

Fazit:
 „Auf und Davon“ ist ein wundervoller Roman, wie schon gesagt, nicht zu ernst, aber auch nicht zu locker und teilweise sehr tiefgründig. Außerdem besticht das Buch mit authentischen Charakteren, mit denen man gerne zusammen auf die Reise geht. An den außergewöhnlichen Schreibstil muss man sich allerdings erstmal gewöhnen.
Von mir gibt es verdiente 4,5 Sterne!

Vielen Dank an den Heyne fliegt Verlag, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat.

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