Alytenfluch – Regina Meißner




Seiten:  555
Alter: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-646-60092-6
Preis: 3,99 €





 
Klappentext:
Alyten sind überirdisch schön, verführerisch und gefährlich. Abgeschottet von der Welt werden sie auf das einzige Lebensziel trainiert, das ihnen zusteht: den Mann zu töten, dessen Herz für sie schlägt. Ein Mythos? Leider nein, wie die siebzehnjährige Lyra Ahorn feststellen muss, als ihr eines Tages buchstäblich Flügel wachsen und sie sich unversehens im Internat der Penumbra wiederfindet. Bunt, schillernd und tödlich sind sie – genauso wie ihr Leben auch, nachdem man ihr eröffnet, dass sie eine von ihnen ist. Eine Alyte. Doch noch während sie darauf trainiert wird, den ihr zugewiesenen Mann zu verführen und gleichzeitig sein Ende zu sein, wird Lyra von der Liebe eingeholt…

Zum Autor:
Regina Meißner beschäftigt sich schon seit ihrer Kindheit mit dem Verfassen fantastischer Geschichten, die mit der Zeit immer länger und ausgefallener wurden. Sie studiert Deutsch und Englisch auf Lehramt an der Universität Gießen, auch wenn das Schreiben ihre eigentliche Leidenschaft ist.

Meinung:
Alytenfluch – tolle Idee, anstrengende Umsetzung!
Der Klappentext von Alytenfluch hat sich für mich gut angehört und da es zusätzlich auch noch ein Buch von Impress ist, wollte ich es auf jeden Fall lesen. Die Idee fand ich auf jeden Fall klasse, Alyten sind völlig neue Fantasywesen, die in dem Buch sehr interessant gestaltet wurden. Man merkt, dass sich die Autorin viel Mühe damit gegeben hat, sie auszuarbeiten. Ich fand es immer interessant, wie zum Beispiel über die Geschichte der Alyten gesprochen wurde oder über ihre Fähigkeiten. Stück für Stück hat man mehr erfahren auf geschickte Weise, denn man hat es zusammen mit Lyra erfahren, zum Beispiel über Referate in der Schule. Auch das mit dem Schloss Penumbra und den Geheimgängen und Ähnliches fand ich toll.
Allerdings hat mich die Umsetzung wirklich nicht umgehauen, sie war nicht miserabel, aber auch wirklich nicht großartig. Ein Punkt, der mich gestört hat, war die Länge. Fast 500 Seiten, auf den fast nichts passiert ist. Natürlich erwarte ich nicht durchgehend Action, vor allem am Anfang nicht, wo das Ganze ja erstmal in Gang kommen muss, aber irgendwie habe ich das Gefühl, es ist fast nichts passiert. Viele Szenen haben nur das alltägliche Schulleben, Lyras Umgang mit den Anderen, Lyras Kennen- und Liebenlernen von Jared umfasst. Alle nicht uninteressant, aber das auf so vielen Seiten – für mich zog es sich nachher einfach nur noch. Obwohl das Ende dann noch durchaus ziemlich spannend geworden ist und ich sehr überrascht wurde, so hatte ich das Ganze nicht erwartet. Da also noch ein positiver Punkt. Es gab mehrere Höhen und Tiefen, manche Szene fand ich richtig cool, aber manche echt seltsam. Besonders die Stellen, wo Lyra alleine ist und vor sich hin brütet.
Lyra war auch ein Fall für sich, sie war mir nicht unsympathisch, aber wirklich gemocht habe ich sie nicht. Auch am Schluss konnte sie mich nicht überzeugen, weil sie einfach völlig durchgedreht ist und mal irgendwie hoffnungsvoll war, dann komplett aufgegeben hat und irgendwie einfach nur noch alles über sich ergehen hat lassen. Auch am Anfang hat sie das Ganze meiner Meinung nach viel zu gut aufgenommen, natürlich war sie entsetzt, aber wenn ich erfahren würde, dass ich ein Wesen mit Flügeln bin, dass einen Mann töten muss, hätte ich vermutlich zumindest mal versucht zu fliehen. In manchen Szenen fand ich ihre Reaktion auch überzogen, einmal hat sie den armen Jared total angefahren, obwohl er offensichtlich alles für sie tun würde und durchaus Recht hatte. Allerdings war sie in anderen Szenen dagegen wieder recht nett und ich mochte sie.
Jared dagegen mochte ich ganz gerne, er ist ein wirklich guter Freund, der viel für Lyra aufgegeben hat. Er hat sie immer unterstützt und ich habe ihn dafür besonders am Schluss bewundert.
Die Liebesgeschichte zwischen den Beiden war eigentlich ganz schön und angenehm.
Ein paar von den anderen Alyten waren mir auch recht sympathisch, zum Beispiel Lyras beste Freundin Lacrima.
Der Schreibstil war für mich auch nochmal eine Schwierigkeit, er war ziemlich wechselhaft. Zwischendurch hat er mir gut gefallen, aber dann hatte ich das Gefühl, dass die Autorin sich richtig angestrengt hat, um tolle Formulierungen zu finden, die dann aber nicht so ganz gelungen sind. Vielleicht sollte sie das Ganze lockere angehen, denn er war zwischendurch wie gesagt, wirklich nicht schlecht.
Das Cover hat mir gut gefallen, es passt auf jeden Fall zum Buch.

Fazit:
Insgesamt war das Buch ziemlich schwierig für mich, ich habe sehr lange dafür gebraucht, aber ich wollte nicht aufgeben, was sich zum Glück gelohnt hat, denn das Ende war wirklich gut. Die Idee war wirklich toll, ich finde es immer beeindruckend, wenn Autoren sich eine komplett neue Welt ausdenken und im Prinzip alles selbst machen können und auf keine anderen Ideen zurück greifen können.
Leider gab es halt auch Punkte, die mich gestört haben, sodass ich insgesamt nur 3 Sterne vergeben kann! Ich möchte aber niemanden mit meiner Rezension abschrecken, ich denke, man kann dem Buch durchaus eine Chance geben, jeder empfindet ja anders und ich habe auch schon viel Gutes davon gehört!

1 Kommentar:

  1. Ohweh, das Buch habe ich auch noch als Reziexemplar auf meinem Reader. Dann bin ich mal gespannt, ob ich begeisterter bin ;-)

    LG Desiree

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