Winterlied – Katjana May




Seiten: 158
Verlag: bookshouse
Preis: 1,99 €
Format: Ebook












Klappentext:
Sie verdienen sich ihren Unterhalt durch Musik, Spiel und Tanz - Wanderer, heimatlos, misstrauisch beäugt. Der junge Tir ist einer von ihnen. Zum Überwintern in einer Burg gezwungen, trifft er dort auf die blinde Ailys, die streng bewacht gehalten wird. Doch nicht nur ihre eigenen Sippen werden ihnen zum Feind - in den Tiefen der Burg werden Legenden lebendig, und schon bald müssen Ailys und Tir nicht nur um ihre Zuneigung kämpfen, sondern auch gegen Geheimnisse, die mit ihnen allen verwoben sind.

Zum Autor:
Jahrgang 1964, im Ruhrgebiet geboren und dort leider noch nicht herausgekommen - viel schöner ist's doch an der Küste oder in ländlichen, waldreichen Regionen. Gut, wenn man sich dann eigene Welten bauen kann, in denen (fast) alles möglich ist! Katjana hat schon früh (unter anderem Namen) damit begonnen, dann eine lange Zeit pausiert und ist nun noch einmal neu durchgestartet. Diverse Auszeichnungen in der Vergangenheit.
Die aktuellen Veröffentlichungen finden sich auf ihrer Homepage, wo man sich auch mittels vierteljährlichem Newsletter über Neuigkeiten auf dem Laufenden halten kann.

Meinung:
Das Cover finde ich auf seine eigene Weise toll, es ist mal etwas anderes und passt irgendwie.
Die Idee des Buches hat mir wirklich sehr gut gefallen, es ist schön geheimnisvoll und interessant. Eine solche Geschichte habe ich bis jetzt noch nie gelesen. Vor allem die Wanderer haben mir gefallen, ihre Tänze und ihre Musik, dass hörte sich echt toll an. Auch das Geheimnis, das auf der Burg lag, war sehr interessant. Dadurch entwickelte sich die Geschichte auch ziemlich spannend, die Handlung ist nie eingeschlafen, es ist immer was passiert und sie war auch nachvollziehbar. Ich fands gut, dass aus verschiedenen Sichten erzählt wurde, man aber trotzdem erst am Ende alles richtig verstand und nie zu viel verraten wurde. Die Autorin hat die Fäden auf jeden Fall geschickt zusammen geführt.
Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, denn die Beschreibungen, vor allem wie die Tänze zum Beispiel geschrieben wurden, waren echt faszinierend und echt.
Auch die Charaktere sind mir besonders in Erinnerung geblieben, ich finde es sehr spannend, ein blindes Mädchen als Hauptcharakter zu nehmen, weil das sicherlich ziemlich schwer ist zu schreiben. Der Autorin ist das aber sehr gut gelungen, man konnte sich super in Ailys hineinversetzen und mit ihr fühlen. Ich mochte sie auf anhieb. Auch Tir fand ich sehr sympathisch, er versucht sich nicht an Vorurteilen festzuhalten und versucht eine friedliche Lösung zu finden. Die Wandere waren zwar auch interessant, aber doch sehr verkrampft.
Der einzige, kleine Kritikpunkt, der mir aufgefallen ist, ist die Ausarbeitung der Welt. Natürlich kann man da nicht so viel schreiben, weil das Buch nicht so viele Seiten hat, aber irgendwie fand ich den Kreis sehr klein. Im Prinzip wurde kaum etwas von dem Land beschrieben und ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, was das für eine Welt ist. Klar gab es ein paar Beschreibungen, aber wirklich ein Bild vor Augen habe ich nicht.

Fazit:
Ich hatte erst vor ein paar Tagen ein anderes Buch der Autorin, Das Lied der Nachtschattenvögel gelesen und war angetan, sodass ich auch direkt dieses Buch gelesen habe. Die Autorin hatte mir schon gesagt, dass es etwas anders ist als ihr anderes Buch. Und das war es auch. Aber nicht auf eine schlechtere Weise, mir hat Winterlied gut gefallen, ich habe es in einem Rutsch gelesen, die Charaktere fand ich toll und auch die Idee war super. Es war etwas kurz, aber es hat vom Inhalt her gepasst und die Autorin hat einen mit tollen Beschreibungen in den Bann gezogen.
Von mir 4 ½ Sterne! 

Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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