Ach wie gut, dass niemand weiß - Alexa Hennig von Lange





Broschiert: 400 Seiten
Verlag: cbt (29. April 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570162842
Preis:  14, 99 €










Klappentext:
Reibungslos, so soll das Leben von Sina, Tochter eines Staatsanwalts, verlaufen. Da passt ein aalglatter Schwiegersohn in spe wie Jean perfekt - jedenfalls für Sinas Eltern. Doch dann verändert ein einziger Abend Sinas ganzes Leben: Als ihre Freundinnen von den Jungs einer Gang angegriffen werden, ist es ausgerechnet einer der Täter, der Sina in letzter Minute rettet. Noah, so heißt der Junge, will Sina unbedingt wiedersehen und steigt sogar heimlich in die Villa ihrer Eltern ein, nur um mit ihr zu reden. Trotz allem, was zwischen ihnen steht, verlieben sich die beiden mit Haut und Haaren. Doch niemand darf von ihren heimlichen Treffen wissen! Und so beginnt ein Spiel mit dem Feuer, in dem plötzlich nichts mehr ist, wie es scheint ...

Zum Autor:
Für meinen Liebesroman "Je länger je lieber" war ich - trotz Flugangst - ziemlich in der Welt unterwegs. In Kanada, Südfrankreich und an der spanischen Küste. Voller Begeisterung habe ich die romantischsten und gewaltigsten Orte besucht, um später darüber schreiben zu können. Für meinen Thriller "Der Atem der Angst" bin ich durch ziemlich düstere Wäldern gewandert und habe mir vorgestellt, wie es wäre, dort als 15-Jähriges Mädchen allein zu überleben. Doch die beste Zeit hatte ich, als ich "Ach wie gut, dass niemand weiß" geschrieben habe. Stundenlang habe ich nur zum Weinen schöne Liebeslieder gehört, habe mich von meiner Heimatstadt Berlin inspirieren lassen und war gespannt, wie meine Geschichte um diese verbotene Liebe ausgehen wird. Bis zum Schluss wußte ich es nicht - und war dann selbst ganz überrascht.
Alles rund um meine neuesten Bücher und mein Schreiben gibt´s hier: https://www.facebook.com/achwiegutdassniemand

Meinung:
Sina und Noah lernen sich unter den ungewöhnlichsten Umständen kennen, doch schon bald darauf verlieben sie sich und trotz aller Widerstände treffen sie sich auch weiterhin.
Das Cover des Buches gefällt mir gut, es passt zum Buch und auch den Schriftzug in der grünen Farbe mag ich. Den Titel fand ich ebenfalls fantastisch, man denkt zuerst an Rumpelstilzchen, aber eigentlich hat es gar nichts damit zu tun. Trotzdem finde ich das irgendwie lustig. Denn die Idee, die aus diesem „Ach wie gut, dass niemand weiß“ resultiert, ist zwar eigentlich nicht neu, aber interessant. Sinas Freunde werden überfallen, doch nur sie wird von Noah gerettet, der aber ebenfalls ein Krimineller ist. Anfangs kann man vielleicht noch denken, dass Sina verrückt ist, weil sie sich auf ihn einlässt, doch ich konnte sie sehr schnell verstehen. Schon die Szene, wie die beiden sich kennen lernen ist echt toll geschildert und ein richtig süßer Moment. Danach kommt dann der Kontrast mit dem Überfall, aber trotzdem glaubt Sina nicht, dass Noah schuldig ist.
Auch wenn die Idee also an Romeo und Julia erinnert, ist sie doch mit ihren ganz eigenen Elementen bestückt. Die Handlung an sich war auch recht spannend, es gab ruhigere, aber auch schnellere Szene und das hat gut zusammengepasst.
Die Charaktere, bzw. Sina, ist leider ein Kritikpunkt. Anfangs finde ich sie ziemlich naiv und wechsellaunig, von einer Minute, in der sie noch todunglücklich über den Betrug ihres Exfreundes ist, zur anderen, verliebt sie sich einfach in Noah. Mir ging diese Entwicklung viel zu schnell, natürlich fand ich Noah auch toll, er war sogar der tollste Charakter im ganzen Buch, weil er einfach so interessant und mutig war, aber das war einfach zu hastig wie sich ihre Beziehung entwickelt. Sina kann auf einmal nicht mehr aufhören an ihn zu denken, lässt sich aber trotzdem, fast wieder von ihrem Exfreund einwickeln. Für mich war sie bis fast zum Ende hin ein ziemlich schwacher Charakter, doch zum Schluss hin wurde sie mir dann doch sympathischer, weil sie für ihre Liebe gekämpft hat und auch unangenehme Sachen auf sich genommen hat.
Der Rest der Charaktere ist nicht unbedingt erwähnenswert, sie waren zwar eigentlich alle ganz gut ausgearbeitet, aber keinen, den man besonders in Erinnerung behalten hat.
Der Schreibstil hat mir aber wieder gut gefallen, er passte definitiv zum Buch und ich konnte das so auch in einem Rutsch lesen.


Fazit:
Insgesamt also ein recht gutes Buch, das nach dem Warmwerden mit den Charakteren zu einem tolle Lesevergnügen geworden ist. Die Idee fand ich klasse, die Handlung an sich auch, nur leider die Charaktere anfangs nicht sonderlich, zumindest manche. Trotzdem hat das Buch tolle Momente, die man wirklich genossen hat.
Von mir also gute 4 Sterne.



Danke an den cbt Verlag für das Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Das Buch klingt ganz nett, aber ich verspüre jetzt nicht den Drang, es unbedingt zu lesen. :)

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  2. Das ist wieder so ein typisches Buch, dass total unterschiedliche Bewertungen hat.
    Ich bin mir auch nicht so sicher ob ich es unbedingt lesen will ;-)

    LIebe Grüße
    Vanessa

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  3. Ich fand das Buch leider nicht so gut, jetzt auch nicht schlecht. Aber das ging mir alles viel zu schnell bei dem Buch und die Protagonistin war leider auch nicht meins, mit ihren Entscheidungs-Schwierigkeiten. :)
    Eine tolle Rezension. Ich wünsch dir noch einen schönen Montagabend.

    Liebe Grüße
    Katja

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  4. Diese Sache mit Jean war wirklich ein Kritikpunkt. Obwohl ich das mit ihren 17 Jahren auch irgendwie wieder verstehen kann, sie hat einfach Angst, alles zu verlieren, was sie hatte, nur um unter Umständen etwas zu bekommen, das sie nicht wirklich haben kann. Sehr verzwickt das Ganze.. Mir war es hier und da zu kitschig, aber im Endeffekt hat es mir gut gefallen!

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