Meine persönliche Hölle: Möbelkaufen

Hey, gestern war ich ja mit meiner Freundin Möbelkaufen und das hat mich zu dieser Geschichte animiert, denn genauso hab ich mich gefühlt ^^
Ich hoffe sie gefällt euch ;)

(Bilder: mac-dirk, „Olivandenhof 01“, CC-Lizenz (BY 2.0)
 http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de
                                                                                         
Luz Adriana Villa, „love is in the air, love is everywere“, CC-Lizenz (BY 2.0)
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de
Alle Bilder stammen aus der kostenlosen Bilddatenbank www.piqs.de)



Stöhnend schloss ich meine Augen und ließ mich einfach hintenüber auf das bequeme, extrem breite und mit Kissen überhäufte Bett fallen. Masim, Malim…Malisim…? Warum hatte den jedes verdammte Möbel hier einen eigenen, Zungenbrecher Namen. Selbst die Kissen hatten einen unsinnigen. Wenn juckst wie die heißen, Hauptsache sie sind bequem und schön? Aber da war meine Schwester scheinbar nicht meiner Ansicht, denn sie schlug mir die Namen nur so um die Ohren, vor lauter Billys und Tanems, war ich schon ganz verrückt. Sandy hatte eben zu mir gemeint, dass sie gerne einen Billy haben wollte und ich hatte nicht verstanden, was sie wollte. Warum sagte sie nicht einfach: „Schrank“? Meine Schwester war in diesem Thema einfach nicht zu bremsen.

Wohlig seufzte ich auf, als ich mich bewegte. Wenn es nach mir ging, hätten wir einfach dieses Bett gekauft. Den Bequemlichkeitstest hätte es auf jeden Fall gewonnen. Als ich merkte, wie sich jemand über mich beugte, schnalzte ich genervt mit der Zunge. „Sandy, bitte verschon mich, ich tu auch alles was du willst. Ich putz sogar die Küche nachdem du gekocht hast, aber bitte, bitte zwing mich nicht weiter mit dir durch dieses Irrenhaust wie eine Verrückte zu laufen. Vier Stunden! Vier verdammte Stunden, 240 Minuten, 12240 Sekunden hast du mich jetzt schon von einem Möbel zum anderen geschleift und wieder zurück und du hast es noch nicht mal geschafft, dich für die verdammten Griffe deiner Schranktür zu entscheiden. Die sind doch sowas von egal, juckt doch eh keinen. Nimm einfach irgendeinen der tausend Stück. Ich hasse diesen Laden dafür, warum haben die denn auch für jeden verdammten Schrank tausend verschiedene Varianten?  Weißt du eigentlich wie weh mir alles tut, selbst mein Arsch ist im Arsch, vor lauter hin setzten und wieder aufstehen!“ Keuchend schnappte ich nach Luft, nachdem ich meinen ganzen aufgestauten Frust losgeworden bin.

Doch statt dem Gekeife meiner Schwester, ertönte ein wunderbar klingendes Lacken, ein sehr, sehr männliches Lachen, dass mir einen angenehmen Schauer über den Rücken jagte.

„Süße, du weißt schon, dass wir hier in Ikea sind und nicht in der Hölle, auch wenn es sich danach anfühlt?“

Verdammt! Die Stimme war sogar noch geiler. Richtig tief, ein vibrierender Bass. Glücklicherweise wurde ich nie rot, doch jetzt wäre eine passende Situation dafür gewesen. Der musste mich ja für eine keifende, unzufriedene Meckerziege halten. Ich würde einfach nicht die Augen aufmachen, dann würde ich auch nicht feststellen müssen, dass er wahrscheinlich bei meinem Glück umwerfend aussah und ich mich noch mehr schämen müsste. Also ließ ich meine Augen einfach festzusammengekniffen und suchte fieberhaft nach einer intelligenten Antwort.

„Erstens, meiner Meinung nach ist das hier meine persönliche Hölle, zweitens, siehst du nicht, dass ich mich gerade, versuche zu entspannen und von diesen Torturen zu erholen? Achja, und drittens, ich bin nicht süß!“

Doch er hatte anscheinend nicht verstanden, was ich ihm damit durch die Blume mitteilen wollte, nämlich: „Halt die Klappe und verschwinde! Ich bin gefährlich und gereizt!“, denn er lachte nur erneut auf und auf einmal spürte ich, wie sich die Matratze neben mir absenkte. 

Was meint ihr, soll ich noch weiter schreiben? ;)
LG Jana

Kommentare:

  1. So eine Ähnliche hatte ich im IKEA auch schon im Kopf. Allerdings fühle ich mich (und somit auch meine Hauptfigur) im IKEA immer pudelwohl. Meine spielt aber nur nebensächlich bei den Billys und Betten, ehr in der Stoffabteilung... Ach egal, schreib unbedingt weiter! Der Anfang klingt schon toll!
    Ich beginne dann mal meine Geschichte, die mir gestern in der dm eingefallen ist =)

    Liebe Grüße
    Luisa

    AntwortenLöschen
  2. Awww, du schreibst so toll! Fließend, mit Persönlichkeit.. Echt schön.
    Man kann sich sofort in die Person hinein versetzen :D haha :D

    Sag mal, schreibst du vielleicht so gerne, das du auf RPG Foren unterwegs bist? :)

    Glg
    dannie

    AntwortenLöschen
  3. Sehr gelungen, gefällt mir sehr gut :)

    AntwortenLöschen
  4. Also ich finde es ja nicht so schlimm, in die IKEA zu gehen :D Aber mit den Namen hast du total recht, wieso sagt man nicht einfach Regal/Schrank statt Billy? :D

    AntwortenLöschen
  5. Sehr schöne Geschichte und irgendwie hast du recht, ja :D Wobei ich es bei IKEA immer ganz angenehm finde.. :D

    AntwortenLöschen
  6. Ich fühle mich bei Ikea auch immer ziemlich wohl :D
    Aber mein Freund fühlt sich da glaube auch wie in der Hölle :D

    AntwortenLöschen