Frei

Hey, hier ist eine neue Kurzgeschichte von mir. Sie ist ein bisschen verwirrend, aber das ist Absicht :D

Ich hoffe sie gefällt euch :D




Ich stand auf einer verdreckten Brücke und schaute auf den tiefdunklen, reißenden Fluss unter mir. Der Vollmond spiegelte sich verzerrt in ihm wider. Mit einem letzten Blick in den trostlosen Himmel, an dem man kaum einen Stern funkeln oder eine Sternschnuppe vom Himmel fallen sehen konnte, stieg ich mit zitternden Händen auf das glitschige Geländer. Mittlerweile war es kaum noch eine Überwindung für mich, denn gleich würde ich sie wiedersehen. Endlich. Für einen kurzen Augenblick würde mein  vor Trauer kaltes Herz, schmelzen und kurz, vor Glück und Liebe erfüllt, wieder schlagen. Einen Herzschlag und dann würde wieder alles vorbei sein und ich musste in diese trostlose, kalte Welt zurückkehren. Doch dieser eine Herzschlag war immer der Höhepunkt des Monats. 

Es war wie eine Droge für mich, das zitternde Verlangen nach diesem Gefühl beherrschte mich immer, wie eine unstillbare Sucht, die nie aufhören würde. Denn nur in dem Augenblick, war ich frei. Frei von dem Fluch, den ich nun schon so viele Jahre ertragen musste.

Nur in dieser einen Sekunde im Paradies, war ich frei von dem Selbsthass, der Trauer und Verzweiflung  und dem Durst nach Rache.

Mit einem vorfreudigen Seufzer ließ ich mich mit ausgestreckten Armen in die brodelnde, bedrohliche Masse unter mir fallen.

Doch plötzlich wurde mein Fall gestoppt, Finger hatten sich unnachgiebig um mein Handgelenk geschlossen. 

LG Jana

1 Kommentar:

  1. Leider liest man zu oft ''Szenen'' wie diese.
    Ich kann dieses Gedöns langsam nicht mehr erhören,sorry.
    Trd nicht schlecht geschrieben :)

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